Update von Windows XP auf SP3 unter Snow Leopard (Bootcamp 3.0)

Die Neuerung, die Snow Leopard in Verbindung mit Bootcamp mit sich bringt, ist dass man nun auf die OS X Laufwerke unter Windows lesend zugreifen kann. Dieses an sich sehr schönes Feature bringt aber zugleich auch Probleme bei einer Neuinstallation von Windows XP (< SP3). Wenn man versucht SP3 nach der Installation der Treiber zu installieren, sieht Windows auch die Mac-Partitionen, die richtigerweise vor der Windows-Partition sitzen. SP3 versucht aber auf die erste Partition einige Dateien zu schreiben. Diese ist aber Mac OS X Systempartition, auf die Windows nur Schreibzugriff hat. Die Installation bricht immer wieder ab.

Die Lösung liegt darin, das Feature, die Mac-Partitionen zu sehen, temporär auszuschalten. Dazu muss im Ordner:

c:\Windows\System32\Drivers

In diesem Ordner muss die Datei AppleMNT.sys umbenannt werden. Nach dem Neustrat von Windows, werden die Mac-Partitionen nicht mehr erkannt und man kann den SP3 wie gewohnt installieren. Nach der Installation kann die Datei AppleMNT wieder zurück umbenannt werden.

Die Problematik ist auch bei Apple Support gut erklärt.

Bootcam Installation mit mehr als 2 Partitionen

Nach dem Kauf eines Mac mini und deren Aufrüstung auf 4GB RAM und 500GB HDD (7200 U/min) stand nun die Frage, wie man am besten die lieb gewonnenen Strategiespiele auch unter dieser Maschine spielen soll. Der Grafikchip (nVidia GeForce 9400) ist dafür eigentlich völlig ausreichend. Den ersten Test machte ich mit Windows XP unter VMWare Fusion und Anno 1701. Das Ergebnis war leider nicht zufriedenstellend.

Die zweite Möglichkeit liegt bei Bootcamp. Den Assistenten gestartet, der meldet aber:

Das Startvolume kann weder partitioniert noch in einer Einzelpartition wiederhergestellt werden.
Für die Installation von Windows muss das Startvolume entweder ein als Mac OS-Extended (Journaled) formatiertes Einzelvolume oder bereits durch den Boot Camp-Assistenten partitioniert sein.“

Nach einiger Suche im Internet war die Ursache relativ schnell gefunden. Bootcamp funktioniert nur, wenn auf der Festplatte max. 2 Partitionen vorliegen (eine davon Windows Partition). Bei meiner Installation habe ich allerdings noch eine dritte Partition, auf der das User-Verzeichnis liegt. Somit war der Assistent nutzlos.

Weitere Recherchen ergaben dann 3 mögliche Vorgehensweisen:

  1. Benutzung von nur 2 Partitionen (Mac + Windows).
  2. Herumbasteln an der boot.ini, damit Windows von der richtigen Partition startet.
  3. Ein alternativer Bootmanager.

Da ich in Zukunft flexibel bleiben möchte (Parallelinstallation von weiteren Betriebssystemen – Windows 7, Ubuntu usw.), habe ich mich für die 3. Variante entschieden.

Nach einiger Suche bin ich auf den Bootloader rEFIt gestossen. Nach der einfachen Installation des rEFIt Bootloaders auf die Mac OS X Systempartition habe ich noch rEFIt aktiviert, damit dieser immer erscheint.

Dafür musste ich unter Terminal folgendes ausführen:

cd /efi/refit/
enable-always.sh

rEFIt BootmenüNach dem Anlegen der 3. Partition für Windows (mit Festplattendienstprogramm) startete ich die Windows-Installation von der CD. Nach dem ersten Neustrat während der Installation tauchte schon Windows als Startoption in rEFIt. Unter Windows wurde ganz normal dann alles installiert, incl. der Treiber von der Mac OS X DVD.

Das einzige Problem, dass bei der Installation von Windows XP bei mir auftrat, war die Installation von SP 3 mit den Treibern von Mac OS X 10.6 (Snow Leopard). Wie das funktioniert, beschreibe ich im nächsten Beitrag.

Auf der rEFIt Projekt-Homepage steht, dass es manchmal bei Mac OS X Updates zu Störungen kommen kann. Dann muss rEFIt einfach neu installiert werden. Beim Update von 10.6 auf 10.6.1 traten keine Komplikationen auf.

Erste Erfahrungen mit TYPOlight unter IIS und MySQL

TYPOlight mit XAMPP oder bei einem Shared Host Provider aufzusetzen, ist vergleichsweise einfach und unproblematisch.

Vor kurzen wurde mir aber eine Aufgabe gestellt, die nicht mehr so einfach zu lösen war. TYPOlight sollte auf einem Windows 2003 Server laufen, und möglichst mit Windows Bordmitteln. Das hieß nichts anderes, als dass CMS unter IIS 6.0 und MS SQL 2005 laufen sollte.

Die Verwendung der MS SQL Datenbank scheiterte nach mehreren Versuchen komplett. Da fehlt einfach noch die Erfahrung in der Community. Es ist zwar ein Abstraktionslayer für die MS Datenbank vorhanden, aber bis jetzt gibt es keine positiven Rückmeldungen, dass TYPOlight wirklich damit läuft, und vor allem, wie man dieses einrichtet. Vielleich finde ich noch in meiner Freizeit ein wenig Zeit und probiere es zum Laufen zu bekommen.

Als erstes Testsystem benutzte ich Windows XP mit IIS 5.0.  Grundsätzlich läuft TYPOlight auch unter IIS 5.0, allerdings mit mehr Einschränkungen, als unter IIS 6.0. Auf beiden Windowsumgebungen wurde PHP 5.3 und MySQL 5.0 verwendet (Version 5.1 hat einen defekten Windows Installer, der unter Server 2003 die Installation versagt).

Der einzige Unterschied zwischen IIS 5.0 und IIS 6.0, den ich feststellen konnte, war, dass es unter IIS 5.0 keine Suchmaschinenfreundliche URLs möglich sind. Man muss immer „Keine Seitenaliase verwenden“ aktivieren, damit die Seiten überhaupt aufgerufen werden können. Somit ergeben sich aber folgende URLs:
www.domain.de/index.php?id=123

Unter IIS 6.0 können suchmaschinenfreundliche URLs verwendet werden, so wie diese standardmäßig von TYPOlight generiert werden (ohne Zuhilfenahme von HTACCESS).
www.domain.de/index.php/alias.html

Weiterhin müssen für den TYPOlight Ordner (oder nur tl_files und tmp Ordner) die Rechte für den IIS-Benutzer (Vollzugriff) gesetzt werden, damit TYPOlight in diese Ordner auch schreiben kann. Wer die Dateien über die integrierte Verwaltung hoch laden will, wird hier auf mein anderes Eintrag verwiesen, damit die PHP-Temp-Einstellung richtig funktioniert.

Solange man MySQL als Datenbank einsetzt, spricht eigentlich nichts dagegen den IIS als Webserver zu nutzen. Microsoft ist ja immer mehr bemüht auch PHP direkt in Visual Studio und andere Produkte einzubinden, sodass eine bessere Zusammenarbeit zu erwarten ist. Für eine leichte Installation ist sowohl FastCGI als auch PHP 5.2 über den Microsoft Web-Installer verfügbar (www.microsoft.com/web). Die einzige Schwierigkeit, die noch bleibt, ist die Unterstützung von .htaccess Dateien, die man von Apache her kennt und die von vielen PHP-Projekten für die Generierung freundlicher URLs verwendet werden. Es gibt zwar schon ISAPI Erweiterungen die htaccess nachbilden, aber zumindest bei TYPOlight ist es noch nicht ausreichend, um 100% Funktionalität und Stabilität zu gewährleisten.

Datei-Upload unter IIS in Verbindung mit PHP

Nach den ersten Gehversuchen mit TYPOlight unter Windows läuft das System nun stabil und flott (mit ein paar Einschränkungen). Nach dem der Kundenbereich erstellt wurde, sollte auch eine Uploadmöglichkeit her. Also schnell ein Formular mit Upload-Möglichkeit angelegt und getestet. Theoretisch funktioniert, aber nicht so wirklich. Im Uploadordner landen merkwürdigerweise nur 0kB große Dateien.

Zugriffsberechtigungen überprüft, stimmt alles, also blieb nichts anderes übrig, als zu googln. Der erste Hinweis kam, dass in der PHP.ini ein Temp-Ordner für Uploads definiert ist, auf den der IIS-Benutzer aber keine Schreibrechte hat (c:\Windows\Temp). Also in der PHP.ini den Ordner auf c:\Upload-Temp geändert und dem IIS-Benutzer auf diesen Ordner volle Rechte vergeben. Zwecklos. Es landen weiterhin 0kB Dateien im Zierordner. Auch ein Neustart brachte keine Besserung.

Nach mehreren Stunden Recherche im Internet kam der entscheidende Hinweis, dass der Temp Ordner unbedingt innerhalb des Root-Verzeichnisses der aufrufenden Homepage liegen muss, sonst kann IIS in Verbindung mit PHP keine temporären Daten in diesen schreiben.

Die Änderung der PHP.ini-Datei führte nun zum gewünschten Ergebnis. Der Upload funktioniert nun einwandfrei.