flattr in diesem Blog

Zuerst kam eine Meldung in ZDNet über flattr und neue Art des Bezahlens für eigentlich kostenlose Inhalte. Dann fand ich einen Artikel in der aktuellen c’t (Ausgabe 14/2010).

Nun war ich auf das neue Dienst ein wenig neugierig, das sich noch in der Beta-Phase befindet. Mir selbst ist es schon mehrmals passiert, dass ich durch einen guten Blog- oder Forum-Beitrag jede Menge Zeit und Nerven eingespart habe und das vorliegende Problem gelöst habe. Bis jetzt hatte ich keine Möglichkeit mich bei dem Verfasser dafür zu bedanken (außer einem kurzen Kommentar mit Dankensworten vielleicht). Mit flattr ist es nun nicht nur möglich, sondern sogar sehr einfach, ohne den eigenen Geldbeutel wirklich stark zu belasten.

Nach kurzer Überlegung habe ich mich für das Beta-Programm beworben und innerhalb von zwei Tagen auch eine Einladung erhalten (wer noch keine hat, findet unten 3 frei zu vergebene Einladungscodes – wer zuerst kommt, malt zuerst :-)).  Und nur zwei Tage später war wieder ein Fall eingetreten, bei dem ich den Verfasser für sein Wissen danken wollte. Nun ging es, und er erhielt ein flattr-Klick von mir.

Nach dem meine Anmeldung bei flattr gut verlaufen ist, habe ich die Erweiterung flattr-Erweiterung für WordPress installiert und Google Adsense entfernt. In meinen Augen ist flattr die ehrlichere Art sich bei einem zu bedanken und auch eine unaufdringlichere.

1. Funktionsweise von flattr

flattr gehört zu sogenannten Mikropayment-Diensten. Jeder, der sich bei flattr anmeldet, legt fest, wie viel Euro er oder sie pro Monat bereit ist für digitale Inhalte zu bezahlen (min. 2 EUR/Monat). Sobald das Guthaben positiv ist, kann man für Artikel, Blogbeiträge, Podcast usw. flattr-Klicks vergeben (meistens kleiner Button unter dem Beitrag). Am Ende des Monats werden die Klicks gezählt und das Budget durch diese geteilt.

Nun erhält jeder, den Sie einen Klick vergeben haben, diesen Anteil Ihres Monatsbudgets. Haben Sie das Budget auf 10 EUR festgelegt und nur 10 Klicks vergeben, erhält jeder 1/10 davon, also 1 EUR. Haben Sie 100 Klicks gemacht, erhält jeder 10 Cent.

Natürlich muss sich dieser Dienst auch selbst finanzieren können. Die flattr-Macher erheben 10% Gebühren auf das monatliche Budget. Somit werden bei dem obigen Beispiel nicht 10 EUR durch 10 Klicks geteilt, sondern 9 EUR.

Wenn man mal in einem Monat keinne Klick tätigt (Urlaub, oder nichts Interessantes / Nützliches gefunden), wird der Monatsbeitrag gespendet. Das finde ich fair.

Nun noch die Einladungscodes für die jenigen, die flattr ausprobieren wollen und nicht bis zum offenen Start warten wollen, sondern sofort loslegen wollen.

2. Update (28.09.2010)

Flattr ist nun in der offenen Beta-Version und es werden keine Einladungs-Codes mehr benötigt.

Version 2.7.3 von TYPOlight WebCMS erschienen

Die neue Version des Content Management Systems TYPOlight (nicht zu verwechseln mit TYPO3) ist erschienen. Der Release 2.7.3 behebt im Großen nur einige Fehler und bringt keine neuen Funktionen mit. Der automatische Update auf 3 von mir betreuten Seiten klappte ohne Anpassungen und Zwischenfälle.

Originalmeldung: www.typolight.de

http://www.typolight.org/neuigkeiten/items/typolight_2-7-3.html

Erste Erfahrungen mit TYPOlight unter IIS und MySQL

TYPOlight mit XAMPP oder bei einem Shared Host Provider aufzusetzen, ist vergleichsweise einfach und unproblematisch.

Vor kurzen wurde mir aber eine Aufgabe gestellt, die nicht mehr so einfach zu lösen war. TYPOlight sollte auf einem Windows 2003 Server laufen, und möglichst mit Windows Bordmitteln. Das hieß nichts anderes, als dass CMS unter IIS 6.0 und MS SQL 2005 laufen sollte.

Die Verwendung der MS SQL Datenbank scheiterte nach mehreren Versuchen komplett. Da fehlt einfach noch die Erfahrung in der Community. Es ist zwar ein Abstraktionslayer für die MS Datenbank vorhanden, aber bis jetzt gibt es keine positiven Rückmeldungen, dass TYPOlight wirklich damit läuft, und vor allem, wie man dieses einrichtet. Vielleich finde ich noch in meiner Freizeit ein wenig Zeit und probiere es zum Laufen zu bekommen.

Als erstes Testsystem benutzte ich Windows XP mit IIS 5.0.  Grundsätzlich läuft TYPOlight auch unter IIS 5.0, allerdings mit mehr Einschränkungen, als unter IIS 6.0. Auf beiden Windowsumgebungen wurde PHP 5.3 und MySQL 5.0 verwendet (Version 5.1 hat einen defekten Windows Installer, der unter Server 2003 die Installation versagt).

Der einzige Unterschied zwischen IIS 5.0 und IIS 6.0, den ich feststellen konnte, war, dass es unter IIS 5.0 keine Suchmaschinenfreundliche URLs möglich sind. Man muss immer „Keine Seitenaliase verwenden“ aktivieren, damit die Seiten überhaupt aufgerufen werden können. Somit ergeben sich aber folgende URLs:
www.domain.de/index.php?id=123

Unter IIS 6.0 können suchmaschinenfreundliche URLs verwendet werden, so wie diese standardmäßig von TYPOlight generiert werden (ohne Zuhilfenahme von HTACCESS).
www.domain.de/index.php/alias.html

Weiterhin müssen für den TYPOlight Ordner (oder nur tl_files und tmp Ordner) die Rechte für den IIS-Benutzer (Vollzugriff) gesetzt werden, damit TYPOlight in diese Ordner auch schreiben kann. Wer die Dateien über die integrierte Verwaltung hoch laden will, wird hier auf mein anderes Eintrag verwiesen, damit die PHP-Temp-Einstellung richtig funktioniert.

Solange man MySQL als Datenbank einsetzt, spricht eigentlich nichts dagegen den IIS als Webserver zu nutzen. Microsoft ist ja immer mehr bemüht auch PHP direkt in Visual Studio und andere Produkte einzubinden, sodass eine bessere Zusammenarbeit zu erwarten ist. Für eine leichte Installation ist sowohl FastCGI als auch PHP 5.2 über den Microsoft Web-Installer verfügbar (www.microsoft.com/web). Die einzige Schwierigkeit, die noch bleibt, ist die Unterstützung von .htaccess Dateien, die man von Apache her kennt und die von vielen PHP-Projekten für die Generierung freundlicher URLs verwendet werden. Es gibt zwar schon ISAPI Erweiterungen die htaccess nachbilden, aber zumindest bei TYPOlight ist es noch nicht ausreichend, um 100% Funktionalität und Stabilität zu gewährleisten.